Simuliere, wie sich deine monatliche Rate bei der nächsten Zinsanpassung verändert – abhängig von der Entwicklung des Euribor.
Wichtig: Diese Berechnung ist unverbindlich. Die genaue neue Rate hängt vom Anpassungstermin und dem offiziellen Euribor des jeweiligen Monats ab.
Verstehe jeden Wert, den du brauchst, um deine nächste Zinsanpassung zu simulieren
Der noch offene Saldo deiner Baufinanzierung, also das Kapital, das du noch nicht getilgt hast. Du findest es auf deinem letzten Kontoauszug oder im Tilgungsplan deines Darlehens.
Der 12-Monats-Euribor ist der Referenzindex, an den variabel verzinste Immobiliendarlehen im Euroraum gekoppelt sind. Er wird laufend ermittelt; die offiziellen Werte veröffentlicht die Deutsche Bundesbank bzw. die EZB.
Der feste Prozentsatz, den die Bank auf den Euribor aufschlägt. Er ist in deinem Darlehensvertrag festgelegt und bleibt bei einem variabel verzinsten Darlehen über die gesamte Laufzeit unverändert.
Die Jahre, die dir bis zur vollständigen Tilgung deines Darlehens noch bleiben. Zusammen mit der Restschuld und dem neuen Sollzins bestimmt sie die neue monatliche Rate.
Ist der Euribor stark gestiegen, frage deine Bank nach einer Umschuldung auf Festzins. Viele Banken bieten gute Konditionen an, um zu verhindern, dass du zur Konkurrenz wechselst.
Der Zeitpunkt der Zinsanpassung ist ideal für eine Sondertilgung: Du reduzierst direkt die Restschuld, die als Grundlage für die Neuberechnung dient.
Bietet deine Bank keine besseren Konditionen, kann ein anderes Institut deine Finanzierung übernehmen. Hol dir frühzeitig Angebote für die Anschlussfinanzierung ein.
Die Zinsanpassung ist der Vorgang, bei dem sich der Sollzins deiner Finanzierung ändert – und damit auch deine monatliche Rate. Bei einem variabel verzinsten Darlehen passt die Bank den Zins regelmäßig an die Entwicklung des Euribor an. Steigt der Euribor, steigt deine Rate; sinkt er, sinkt deine Rate.
Auch am Ende der Sollzinsbindung eines klassischen Annuitätendarlehens kommt es zu einer Anpassung: Bei der Anschlussfinanzierung wird ein neuer Zins für die Restschuld vereinbart, der über oder unter dem alten liegen kann. Dieser Rechner hilft dir, in beiden Fällen abzuschätzen, wie sich deine Rate bei der nächsten Anpassung verändert.
Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) hat in den letzten Jahren eine Achterbahnfahrt hingelegt: von historischen Negativwerten bis zum Höchststand von 4,16 % im Oktober 2023 und wieder zurück. Hintergründe und Methodik findest du bei Wikipedia: Euribor. Die Deutsche Bundesbank veröffentlicht regelmäßig die offiziellen Euribor-Werte, die bei Zinsanpassungen herangezogen werden.
Schauen wir, wie sich ein sinkender Euribor auf eine typische Finanzierung auswirkt. Bei einer Restschuld von 150.000 €, 20 Restjahren und einem Aufschlag von 0,75 %:
Restschuld
150.000 €
Restlaufzeit
20 Jahre
Aufschlag
+0,75 %
Sollzins vorher (3,5 %+0,75 %)
4,25 % → 929 €/Monat
Sollzins neu (2,80 %+0,75 %)
3,55 % → 874 €/Monat
Monatliche Ersparnis
-55 €/Monat
Jährliche Ersparnis
-661 €/Jahr
Restschuld
120.000 €
Restlaufzeit
20 Jahre
Aufschlag
+1,00 %
Euribor vorher
3,50 % (Sollzins 4,50 %)
Euribor neu
2,80 % (Sollzins 3,80 %)
Rate vorher
759 €/Monat
Neue Rate
715 €/Monat
Ersparnis: 44 €/Monat = 535 €/Jahr
Bei variabel verzinsten Darlehen ist die Anpassungsfrequenz im Darlehensvertrag festgelegt. Die beiden gängigsten Varianten sind:
Vorteil: Mehr Stabilität, seltenere Änderungen im Budget.
Nachteil: Du profitierst später von Euribor-Senkungen.
Vorteil: Du passt dich schneller an Marktsenkungen an.
Nachteil: Auch Erhöhungen treffen dich früher.
Für diesen Rechner brauchst du einige Daten deiner Finanzierung. Hier findest du sie:
Wenn dich die Unsicherheit des Euribor beunruhigt, gibt es Möglichkeiten, dich vor künftigen Erhöhungen zu schützen:
Deine Finanzierung auf einen Festzins umstellen (bei derselben oder einer anderen Bank). Die Rate bleibt konstant, ist aber meist etwas höher als der aktuelle variable Zins.
Manche variablen Darlehen enthalten einen Zins-Cap, der den maximalen Sollzins begrenzt. Prüfe, ob du einen hast, oder verhandle einen.
Hast du Rücklagen, senkt eine Sondertilgung deine Schuld und damit die Wirkung künftiger Euribor-Erhöhungen.
Die Anpassungsfrequenz steht in deinem Darlehensvertrag. Die jährliche Anpassung aktualisiert deine Rate einmal pro Jahr und gibt mehr Stabilität. Die halbjährliche Anpassung reagiert schneller auf sinkende Euribor-Werte, aber auch auf steigende. Bei fallendem Euribor profitierst du mit der halbjährlichen Variante früher.
Um den genauen Euribor zu kennen, der bei deiner Anpassung gilt, schau auf die offizielle Seite der Deutschen Bundesbank — Zinsstatistiken. Es ist die offizielle Quelle, die Banken für die Berechnung deiner neuen Rate heranziehen.
Hinweis: Diese Berechnung ist unverbindlich. Die genaue neue Rate hängt vom offiziellen Euribor des laut deinem Vertrag maßgeblichen Monats und von den spezifischen Konditionen deiner Finanzierung ab.
Weitere Finanzwerkzeuge, die deine Berechnung rund um die Baufinanzierung ergänzen
Wir beantworten die häufigsten Fragen rund um die Anpassung variabel verzinster Finanzierungen