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Mietrendite-Rechner

Berechne die Brutto-, Netto- und Cash-on-Cash-Rendite beim Kauf einer Immobilie zur Vermietung – inklusive aller realen Kosten und der Hypothek.

Brutto, netto und Cash-on-Cash Mit oder ohne Hypothek Reale Kosten inklusive

Daten der Investition

CHF
Kaufnebenkosten
%

Die Kaufnebenkosten hängen stark vom Kanton ab: Handänderungssteuer (je nach Kanton zwischen 0 und gut 3 %), Notariats- und Grundbuchgebühren sowie eine allfällige Maklerprovision. Trage hier den gesamten Prozentsatz deiner Nebenkosten ein.

Mieteinnahmen
CHF/Monat
%

Der Leerstand schätzt die Monate ohne Miete oder mit Zahlungsausfall. 5 % entsprechen rund 18 Tagen Leerstand pro Jahr. Rechne immer mit der Nettomiete, nicht der Bruttomiete inklusive Nebenkosten.

Jährliche Kosten des Vermieters
CHF/Jahr
CHF/Jahr
CHF/Jahr
CHF/Jahr
Kaufst du mit Hypothek?

Jährliche Nettomietrendite

3.85 %
Auf eine Gesamtinvestition von 220'000 CHF
Bruttomietrendite5.40 %
Monatlicher Cashflow+705.00 CHF/Monat
Jährlicher Nettoertrag8'460 CHF
Gesamtinvestition220'000 CHF

Unverbindliche Schätzung vor Steuern. Stellt keine Anlageberatung dar.

Wie du die Mietrendite richtig berechnest

Die wichtigsten Begriffe, damit du dich vor dem Kauf zur Vermietung nicht selbst belügst

Warum die Bruttorendite täuscht

Jahresmiete / Kaufpreis

Die Bruttomietrendite teilt nur die Jahres-Nettomiete durch den Kaufpreis. Sie ignoriert die Kaufnebenkosten (Handänderungssteuer, Notar, Grundbuch), die laufenden Kosten des Vermieters und den Leerstand. Eine Wohnung mit 6 % brutto kann real bei 3 % netto landen. Vergleiche immer über die Nettomietrendite.

Beispiel
Wohnung für 200'000 CHF, vermietet für 900 CHF/Monat: brutto 5.40 %, aber netto 3.85 % nach Kosten und Leerstand.

Die Kosten, die fast alle vergessen

Reale Jahreskosten

Liegenschaftssteuer, nicht überwälzbare Verwaltung, Gebäude- und Mietausfallversicherung, Einzahlungen in den Erneuerungsfonds, kleine Reparaturen, Erneuerung von Geräten und die Zeit der Mietersuche. Zusammen fressen sie oft 1 bis 2 Prozentpunkte Rendite. Braucht die Wohnung eine Erstsanierung, rechne sie zur Gesamtinvestition hinzu.

Beispiel
Liegenschaftssteuer 400 + Verwaltung 600 + Versicherungen 300 + Unterhalt 500 = 1'800 CHF/Jahr Fixkosten.

Was ist Leerstand

Monate ohne Miete

Das ist der Anteil des Jahres, in dem die Wohnung keine Einnahmen bringt: Mieterwechsel, Wochen der Suche, Renovierung zwischen Verträgen oder Mietausfall. Niemand kassiert jedes Jahr 12 volle Mieten. 5 % Leerstand (rund 2-3 Wochen pro Jahr) ist eine vernünftige Annahme; in Lagen mit wenig Nachfrage rechne mehr.

Beispiel
Nettomiete 900 CHF/Monat mit 5 % Leerstand: effektive Einnahmen von 10'260 CHF/Jahr statt 10'800 CHF.

Was ist Cash-on-Cash

Wenn du mit Hypothek kaufst

Sie misst die Rendite auf das Geld, das du wirklich selbst einbringst (Eigenkapital + Nebenkosten), nach Abzug der Kreditrate von den Einnahmen. Das ist die Schlüsselkennzahl des fremdfinanzierten Investors: sie zeigt, was dein Eigenkapital abwirft, nicht das der Bank. Sie kann höher oder niedriger sein als die Nettorendite – je nach Zinssatz.

Beispiel
Darlehen von 120'000 CHF zu 3 % auf 25 Jahre: Rate 569.06 CHF/Monat und Cash-on-Cash von 1.63 % auf 100'000 CHF Eigenkapital.

Häufige Fragen zur Mietrendite

Wir beantworten die häufigsten Fragen, bevor du zur Vermietung kaufst

Als Orientierung: In Schweizer Städten wie Zürich, Genf oder Basel liegt die Bruttomietrendite oft nur bei 2-3 %, in ländlicheren Regionen eher bei 4-5 %. Nach Kosten bleibt netto meist 2-4 %. Eine Nettorendite über 4 % gilt im Allgemeinen als attraktiv; unter 2 % solltest du mit risikoärmeren Alternativen wie Festgeld, Kassenobligationen oder breit gestreuten ETFs vergleichen. Der passende Wert hängt von der Lage, dem Zustand der Immobilie und deinem Anlagehorizont ab.
Die Bruttomietrendite teilt die Jahres-Nettomiete schlicht durch den Kaufpreis. Die Nettomietrendite zieht den Leerstand und alle laufenden Kosten des Vermieters ab (Liegenschaftssteuer, nicht überwälzbare Verwaltung, Versicherungen, Unterhalt) und teilt das Ergebnis durch die Gesamtinvestition inklusive Kaufnebenkosten. Die Nettorendite ist immer niedriger und die für die Entscheidung maßgebliche Größe: Zwei Wohnungen mit gleicher Bruttorendite können sehr unterschiedliche Nettorenditen haben – je nach Kanton, Liegenschaftssteuer oder Erhaltungszustand.
Mieteinnahmen aus einer vermieteten Liegenschaft zählen in der Schweiz zum steuerbaren Einkommen und werden zusammen mit deinem übrigen Einkommen auf Bundes-, Kantons- und Gemeindeebene besteuert. Abziehbar sind die Schuldzinsen der Hypothek (nicht die Amortisation) sowie die Unterhalts- und Verwaltungskosten – wahlweise die effektiven Kosten oder eine Pauschale. Eine Abschreibung des Gebäudes wie die deutsche Gebäude-AfA gibt es im Privatvermögen nicht. Bei selbstbewohntem Eigentum wird der Eigenmietwert als Einkommen aufgerechnet; bei vermieteten Objekten zählt hingegen die tatsächliche Miete. Diese Schätzung erfolgt vor Steuern – die individuelle Belastung kann den realen Ertrag deutlich verändern.
Der Mietausfall ist das Hauptrisiko des Vermieters: Ein Ausweisungsverfahren kann sich über viele Monate ziehen, in denen du keine Miete erhältst, aber weiterhin Liegenschaftssteuer, Nebenkosten und Kreditrate zahlst. Deshalb enthält dieser Rechner einen Prozentsatz für Leerstand und Mietausfall, und deshalb lohnt sich eine sorgfältige Bonitätsprüfung (Betreibungsregisterauszug, Lohnnachweise, Referenzen früherer Vermieter) sowie ein Mietzinsdepot von bis zu drei Monatsmieten. Eine optionale Mietausfallversicherung kann das Restrisiko abdecken.
Das hängt vom Hebel ab: Übersteigt die Nettorendite der Immobilie die Kreditkosten, verstärkt die Finanzierung die Rendite deines Eigenkapitals (höherer Cash-on-Cash) und erlaubt dir, auf mehrere Objekte zu streuen. Ist der Zinssatz hoch oder die Miete knapp, kann die Rate den Cashflow aufzehren oder sogar negativ machen – dann arbeitet der Hebel gegen dich. Berechne vor der Entscheidung immer den Cash-on-Cash und den monatlichen Cashflow mit der realen Rate.
Der Leerstand ist der Anteil des Jahres, in dem die Wohnung keine Einnahmen bringt: Zeiten zwischen Mietern, Wochen der Suche, Reparaturen zwischen Verträgen oder Zahlungsausfälle. 5 % (rund 2-3 Wochen pro Jahr) ist eine vorsichtige Annahme in Lagen mit guter Nachfrage; in Regionen mit schwacher Mietnachfrage oder bei teuren Wohnungen mit kleinerem Publikum rechne mit 8-10 %. Mit 0 % Leerstand zu rechnen ist der häufigste Fehler bei der Renditeberechnung.
Es gibt keine pauschale Antwort: Es kommt auf den Kaufpreis, die realistische Miete der Lage, die Kosten und deine Finanzierung an. Die richtige Vorgehensweise ist, mit Zahlen zu rechnen: Ermittle die Nettomietrendite (nicht die brutto) und, falls du finanzierst, den Cash-on-Cash und den monatlichen Cashflow. Vergleiche das anschließend mit liquiden, verwaltungsarmen Alternativen (Festgeld, Kassenobligationen, ETFs) und gewichte das Mehr an Risiko: Mietausfall, Sanierungsbedarf, Regulierung und die geringe Liquidität der Immobilie.

Wie du die Mietrendite einer Immobilie in der Schweiz berechnest

Die Mietrendite korrekt zu berechnen verlangt mehr, als die Miete durch den Preis zu teilen. Dieser Rechner ermittelt drei sich ergänzende Kennzahlen: die Bruttomietrendite (die schnelle Zahl, mit der man Lagen vergleicht), die Nettomietrendite (die alle realen Kosten und den Leerstand abzieht) und den Cash-on-Cash (die entscheidende Kennzahl, wenn du mit Hypothek kaufst).

Die drei Formeln

Bruttomietrendite = (Jahresmiete / Kaufpreis) x 100

Beispiel: 10'800 / 200'000 x 100 = 5.40 %

Nettomietrendite = ((Effektive Einnahmen - Jahreskosten) / Gesamtinvestition) x 100

Beispiel: (10'260 - 1'800) / 220'000 x 100 = 3.85 % · Gesamtinvestition = Kaufpreis + Kaufnebenkosten

Cash-on-Cash = ((Effektive Einnahmen - Kosten - Jahresrate Hypothek) / Eigenkapital) x 100

Beispiel: (10'260 - 1'800 - 6'828.68) / 100'000 x 100 = 1.63 % · Eigenkapital = Gesamtinvestition - Darlehensbetrag

Die effektiven Einnahmen sind die Jahresmiete abzüglich Leerstand (Nettomiete x 12 x (1 - Leerstand)). Die Jahreskosten summieren Liegenschaftssteuer, nicht überwälzbare Verwaltung, Versicherungen und Unterhalt. Die Gesamtinvestition umfasst die Kaufnebenkosten: Handänderungssteuer (je nach Kanton zwischen 0 und gut 3 %), Notar, Grundbuch und ggf. Maklerprovision. Die Kreditrate wird nach dem Annuitätenprinzip berechnet.

Drei Beispielszenarien: vorsichtig, mittel und optimistisch

Für dieselbe Wohnung von 200'000 CHF verändern kleine Abweichungen in den Annahmen das Ergebnis stark. Diese drei Szenarien zeigen die plausible Spanne (es sind Rechenbeispiele, keine Marktdaten):

Position Vorsichtig Mittel Optimistisch
Kaufpreis 200'000 CHF 200'000 CHF 200'000 CHF
Kaufnebenkosten 12 % 10 % 8 %
Nettomiete pro Monat 850 CHF 950 CHF 1'050 CHF
Leerstand 8 % 5 % 2 %
Jahreskosten 2'200 CHF 1'800 CHF 1'500 CHF
Bruttomietrendite 5.10 % 5.70 % 6.30 %
NETTOMIETRENDITE 3.21 % 4.10 % 5.02 %

Die Lehre: Zwischen dem vorsichtigen und dem optimistischen Szenario liegen bei derselben Wohnung fast zwei Prozentpunkte. Berechne vor dem Kauf alle drei Szenarien mit deinen eigenen Daten und entscheide nur dann, wenn sich auch das vorsichtige noch gegenüber liquideren, verwaltungsarmen Alternativen lohnt.

Lohnt sich der Kauf zur Vermietung? Die Antwort steckt in der Nettorendite

Wenn du dich fragst, ob sich der Kauf zur Vermietung lohnt, gibt dir die Bruttorendite keine Antwort: Zwei Wohnungen mit gleicher Bruttorendite können sehr unterschiedliche Nettorenditen haben – je nach Liegenschaftssteuer, Nebenkosten oder Zustand des Gebäudes. Nutze die Nettomietrendite, um Objekte untereinander und mit anderen Anlagen zu vergleichen, und den Cash-on-Cash sowie den monatlichen Cashflow, um zu sehen, ob sich das Geschäft mit Hypothek trägt. Ein negativer Cashflow bedeutet, dass du jeden Monat Geld aus eigener Tasche zuschießt und auf eine künftige Wertsteigerung hoffst: eine Wette, keine Rente.

Hinweis: Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Schätzung vor Steuern und stellt keine Anlageberatung dar. Die Besteuerung der Vermietung (abziehbare Unterhalts- und Schuldzinsen, Eigenmietwert) und die Marktentwicklung können das reale Ergebnis erheblich verändern. Die massgeblichen Regeln finden sich im Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) und im jeweiligen kantonalen Steuergesetz; verbindliche Auskunft gibt die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) bzw. dein kantonales Steueramt. Ziehe vor Investitionsentscheidungen einen Steuer- oder Finanzberater hinzu.