Finde heraus, wie viel Immobilie du dir bei deinem Nettoeinkommen und deinem Eigenkapital leisten kannst.
Gut: Dein Eigenkapital (40'000 CHF) deckt Anzahlung und Kaufnebenkosten (ca. 10 % zusätzlich).
Die vier Größen, die bestimmen, wie viel Hypothek du aufnehmen kannst
Dein monatliches Nettoeinkommen (allein oder das gemeinsame Haushaltseinkommen) ist der Ausgangspunkt. Die Bank wendet darauf die maximale Schuldendienstquote an, um die höchste Monatsrate zu ermitteln, die sie dir bewilligen kann. Kaufst du mit Partnerin oder Partner, werden beide Einkommen addiert.
Autokredite, Ratenkredite, Konsumfinanzierungen oder andere feste Monatsraten zählt die Bank zusammen mit der künftigen Rate zur gesamten Schuldendienstquote. Je höher deine bestehenden Verbindlichkeiten, desto geringer fällt das Darlehen aus, das dir die Bank gewähren kann.
Zur Berechnung deines maximalen Rahmens verwendest du den Sollzins, der dir angeboten wurde. Sinnvoll ist außerdem ein Stresstest mit einem höheren Zinssatz (z. B. Sollzins + 2 bis 3 Prozentpunkte), denn nach Ablauf der Zinsbindung kann die Verlängerung der Hypothek teurer werden.
Je länger die Laufzeit, desto mehr Kapital kannst du mit derselben Monatsrate aufnehmen – aber desto höher sind auch die gesamten Zinskosten. Übliche Laufzeiten reichen bis 30–35 Jahre, begrenzt auch durch dein Alter: Die meisten Banken erwarten, dass das Darlehen bis zur Pensionierung weitgehend getilgt ist.
Fachleute empfehlen, dass die Rate der Hypothek 30 % des Nettoeinkommens nicht übersteigt, auch wenn Banken bis zu 35 % zulassen. Der Puffer schützt dich vor Zinssteigerungen, unerwarteten Ausgaben oder einem vorübergehenden Einkommensverlust.
Simuliere deine Rate mit Sollzins + 2 bis 3 Prozentpunkten (Stresstest), um zu prüfen, ob du sie im ungünstigsten Fall – etwa bei der Verlängerung der Hypothek – noch stemmen könntest. Beantrage nie den maximal möglichen Kredit ohne diese Belastungsprobe.
Du solltest mindestens die Kaufnebenkosten (rund 5–10 %) plus mindestens 20 % des Kaufpreises angespart haben, bevor du zur Bank gehst. Ohne diese Eigenkapitalbasis wird eine Finanzierung selten oder nur zu schlechteren Konditionen bewilligt.
Die folgende Tabelle zeigt die maximale Darlehenssumme und den orientierenden erreichbaren Kaufpreis je nach monatlichem Nettoeinkommen, berechnet mit 25 Jahren Laufzeit und 3,5 % Sollzins. Die Werte sind Schätzungen auf Basis der in der Schweiz üblichen Bankenkennzahlen.
Wichtiger Hinweis: Reize die von der Bank zugelassene Obergrenze nicht voll aus. Fachleute empfehlen, bei 30 % des Nettoeinkommens zu bleiben, um Puffer für Unvorhergesehenes, Zinssteigerungen bei der Verlängerung der Hypothek oder einen vorübergehenden Jobverlust zu haben. Das maximal bewilligte Darlehen ist nicht das für dich optimale Darlehen.
Dein Kreditrahmen ist der maximale Kaufpreis, den du dir leisten kannst. Er wird von zwei zentralen Faktoren bestimmt: deinem monatlichen Einkommen (das die höchste tragbare Rate begrenzt) und deinem verfügbaren Eigenkapital (das Anzahlung und Kaufnebenkosten decken muss).
Dieser Rechner analysiert beide Faktoren und zeigt dir, was der tatsächlich begrenzende Faktor deines Rahmens ist: Kannst du dir nach Einkommen mehr Immobilie leisten, als dein Eigenkapital trägt, musst du mehr ansparen. Trägt dein Eigenkapital mehr, als deine Einkommenskennzahlen zulassen, ist das Einkommen der Engpass.
Maximale Rate = Nettoeinkommen × Schuldendienstquote (30–35 %)
Maximale Darlehenssumme = Rate × [((1+i)^n − 1) / (i × (1+i)^n)]
Kaufpreis max. (Einkommen) = Darlehenssumme / 0,80
Kaufpreis max. (Eigenkapital) = Eigenkapital / 0,30
Nach Einkommen (Quote 35 %, Sollzins 3,5 %, 25 Jahre):
Nach Eigenkapital (30 % erforderlich):
Tatsächlicher maximaler Kaufpreis: ca. 133'333 CHF (durch Eigenkapital begrenzt)
Für einen Immobilienkauf solltest du etwa 25–30 % des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringen. Davon entfallen die Kaufnebenkosten (rund 5–10 %, je nach Kanton und Maklereinsatz) und mindestens rund 20 % als Anzahlung. So verteilt sich das benötigte Eigenkapital:
Die Handänderungssteuer ist einer der größten Posten der Kaufnebenkosten und unterscheidet sich deutlich je nach Kanton. Einige Kantone erheben gar keine, andere bis zu 3,3 % – das kann einen spürbaren Unterschied beim benötigten Eigenkapital ausmachen:
Zürich, Zug, Schwyz, Aargau
Bern, Luzern, St. Gallen, Graubünden
Genf, Waadt, Neuenburg, Freiburg
Jede zusätzlichen 10'000 CHF verschaffen dir Zugang zu rund 33'000 CHF teureren Immobilien. Priorisiere das Ansparen, bevor du auf die Suche gehst.
Löse Ratenkredite, Konsum- oder Autofinanzierungen ab, bevor du die Hypothek beantragst. Sie verringern deine verfügbare Schuldendienstquote.
Zwei Darlehensnehmer addieren Einkommen und Eigenkapital. Das verdoppelt deinen Kreditrahmen gegenüber dem Alleinkauf nahezu.
Guthaben aus der Säule 3a oder der Pensionskasse darfst du für selbst genutztes Wohneigentum als Eigenkapital einsetzen. Zudem bieten einige Kantone und die Kantonalbanken zinsgünstige Förderdarlehen oder Bürgschaften, etwa für Familien oder energieeffizientes Sanieren.
Eine längere Laufzeit senkt die Monatsrate und erhöht deinen Rahmen. Beachte aber, dass du dadurch insgesamt mehr Zinsen zahlst.
Nach dem Kauf brauchst du Geld für Umzug, mögliche Renovierungen und einen Notgroschen (3–6 Monatsausgaben). Verwende nicht 100 % deines Eigenkapitals für Anzahlung und Kaufnebenkosten.
Hinweis: Dieser Rechner liefert eine orientierende Schätzung. Die endgültigen Konditionen deiner Hypothek (Sollzins, Laufzeit, Amortisation, Zinsbindung) hängen von der jeweiligen Bank und deinem Risikoprofil ab.
Weitere Werkzeuge, um deinen Immobilienkauf zu planen
Wir beantworten die häufigsten Fragen dazu, wie viel Hypothek du aufnehmen kannst