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Zinsanpassungsrechner

Simuliere, wie sich deine monatliche Rate bei der nächsten Zinsanpassung verändert – abhängig von der Entwicklung des Euribor.

Euribor 2,804 % Mai 2026

Daten deiner aktuellen Finanzierung

12-Monats-Euribor (Mai 2026, OeNB): 2,804 %
Die monatliche Rate, die du derzeit zahlst
Der Betrag, den du noch zurückzahlen musst
Euribor zum Simulieren
Euribor Mai 2026: ~2,80 %

Neue monatliche Rate

675 €
-125 €/Monat
Aktuelle Rate800 €
Monatliche Differenz-125 €
Neuer Sollzins3,80 %
Jährliche Ersparnis1.505 €

Wichtig: Diese Berechnung ist unverbindlich. Die genaue neue Rate hängt vom Anpassungstermin und dem offiziellen Euribor des jeweiligen Monats ab.

Feld-Leitfaden: wie du den Zinsanpassungsrechner nutzt

Verstehe jeden Wert, den du brauchst, um deine nächste Zinsanpassung zu simulieren

Restschuld

Was du der Bank noch schuldest

Der noch offene Saldo deiner Baufinanzierung, also das Kapital, das du noch nicht getilgt hast. Du findest es auf deinem letzten Kontoauszug oder im Tilgungsplan deines Darlehens.

Beispiel
Hast du vor 5 Jahren 200.000 € aufgenommen und bereits 12.000 € getilgt, beträgt deine Restschuld rund 188.000 €

Aktueller Euribor

Referenzzins

Der 12-Monats-Euribor ist der Referenzindex, an den variabel verzinste Immobiliendarlehen im Euroraum gekoppelt sind. Er wird laufend ermittelt; die offiziellen Werte veröffentlicht die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) bzw. die EZB.

Beispiel
Euribor Mai 2026: ~2,80 %. Liegt dein Aufschlag bei +0,8 %, beträgt dein neuer Sollzins 3,60 %

Aufschlag der Bank

Dein fester Aufschlag

Der feste Prozentsatz, den die Bank auf den Euribor aufschlägt. Er ist in deinem Darlehensvertrag festgelegt und bleibt bei einem variabel verzinsten Darlehen über die gesamte Laufzeit unverändert.

Beispiel
Bei Euribor 2,80 % und Aufschlag 0,8 % → Sollzins 3,60 %. Bei Euribor 4 % und Aufschlag 0,8 % → Sollzins 4,8 %

Restlaufzeit

Verbleibende Jahre

Die Jahre, die dir bis zur vollständigen Tilgung deines Darlehens noch bleiben. Zusammen mit der Restschuld und dem neuen Sollzins bestimmt sie die neue monatliche Rate.

Beispiel
Bei 180.000 € über 20 Restjahre zu 3,60 % → Rate 1.053 €/Monat, zu 2,80 % → Rate 980 €/Monat

Auf Festzins umschulden

Ist der Euribor stark gestiegen, frage deine Bank nach einer Umschuldung auf Festzins. Viele Banken bieten gute Konditionen an, um zu verhindern, dass du zur Konkurrenz wechselst.

Bei der Anpassung sondertilgen

Der Zeitpunkt der Zinsanpassung ist ideal für eine Sondertilgung: Du reduzierst direkt die Restschuld, die als Grundlage für die Neuberechnung dient.

Anschlussfinanzierung vergleichen

Bietet deine Bank keine besseren Konditionen, kann ein anderes Institut deine Finanzierung übernehmen. Hol dir frühzeitig Angebote für die Anschlussfinanzierung ein.

Was ist eine Zinsanpassung und wann greift sie

Die Zinsanpassung ist der Vorgang, bei dem sich der Sollzins deiner Finanzierung ändert – und damit auch deine monatliche Rate. Bei einem variabel verzinsten Darlehen passt die Bank den Zins regelmäßig an die Entwicklung des Euribor an. Steigt der Euribor, steigt deine Rate; sinkt er, sinkt deine Rate.

Auch am Ende der Sollzinsbindung eines klassischen Annuitätendarlehens kommt es zu einer Anpassung: Bei der Anschlussfinanzierung wird ein neuer Zins für die Restschuld vereinbart, der über oder unter dem alten liegen kann. Dieser Rechner hilft dir, in beiden Fällen abzuschätzen, wie sich deine Rate bei der nächsten Anpassung verändert.

Entwicklung des Euribor 2020-2026

Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) hat in den letzten Jahren eine Achterbahnfahrt hingelegt: von historischen Negativwerten bis zum Höchststand von 4,16 % im Oktober 2023 und wieder zurück. Hintergründe und Methodik findest du bei Wikipedia: Euribor. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) veröffentlicht regelmäßig die offiziellen Euribor-Werte, die bei Zinsanpassungen herangezogen werden.

Zeitraum 12-Monats-Euribor Kontext Tendenz
Januar 2020 -0,253 % Negativzone vor der Pandemie
Januar 2022 -0,477 % Historischer Tiefstand
Dezember 2022 3,018 % Sprunghafter Anstieg wegen Inflation
Oktober 2023 (Höchststand) 4,160 % Historischer Höchststand
Dezember 2024 2,436 % EZB senkt die Leitzinsen
Dezember 2025 ~2,20 % Anhaltender Abwärtstrend
Mai 2026 2,804 % Stabilisierung nach EZB-Senkungen

Beispiel einer Zinsanpassung

Schauen wir, wie sich ein sinkender Euribor auf eine typische Finanzierung auswirkt. Bei einer Restschuld von 150.000 €, 20 Restjahren und einem Aufschlag von 0,75 %:

Anpassung: Euribor vorher 3,5 % → neu 2,80 %

Restschuld

150.000 €

Restlaufzeit

20 Jahre

Aufschlag

+0,75 %

Sollzins vorher (3,5 %+0,75 %)

4,25 % → 929 €/Monat

Sollzins neu (2,80 %+0,75 %)

3,55 % → 874 €/Monat

Monatliche Ersparnis

-55 €/Monat

Jährliche Ersparnis

-661 €/Jahr

Beispiel für eine Ersparnis bei der Anpassung 2026

Restschuld

120.000 €

Restlaufzeit

20 Jahre

Aufschlag

+1,00 %

Euribor vorher

3,50 % (Sollzins 4,50 %)

Euribor neu

2,80 % (Sollzins 3,80 %)

Rate vorher

759 €/Monat

Neue Rate

715 €/Monat

Ersparnis: 44 €/Monat = 535 €/Jahr

Anpassungsfrequenz: jährlich vs. halbjährlich

Bei variabel verzinsten Darlehen ist die Anpassungsfrequenz im Darlehensvertrag festgelegt. Die beiden gängigsten Varianten sind:

Jährliche Anpassung

Vorteil: Mehr Stabilität, seltenere Änderungen im Budget.

Nachteil: Du profitierst später von Euribor-Senkungen.

Halbjährliche Anpassung

Vorteil: Du passt dich schneller an Marktsenkungen an.

Nachteil: Auch Erhöhungen treffen dich früher.

Wo du deine Finanzierungsdaten findest

Für diesen Rechner brauchst du einige Daten deiner Finanzierung. Hier findest du sie:

  • Darlehensvertrag: Aufschlag, Anpassungsfrequenz, Sollzinsbindung, besondere Klauseln.
  • Letzter Kontoauszug: Aktuelle Rate, Restschuld, angewandter Sollzins.
  • Banking-App oder Online-Banking: Darlehensdetails, Tilgungsplan, aktuelle Restschuld.
  • Oesterreichische Nationalbank (OeNB): Offizieller Euribor, regelmäßig veröffentlicht (oenb.at).

Alternativen, wenn dir die Volatilität Sorgen bereitet

Wenn dich die Unsicherheit des Euribor beunruhigt, gibt es Möglichkeiten, dich vor künftigen Erhöhungen zu schützen:

1

Auf Festzins umschulden

Deine Finanzierung auf einen Festzins umstellen (bei derselben oder einer anderen Bank). Die Rate bleibt konstant, ist aber meist etwas höher als der aktuelle variable Zins.

2

Eine Zinsobergrenze (Cap) vereinbaren

Manche variablen Darlehen enthalten einen Zins-Cap, der den maximalen Sollzins begrenzt. Prüfe, ob du einen hast, oder verhandle einen.

3

Kapital sondertilgen

Hast du Rücklagen, senkt eine Sondertilgung deine Schuld und damit die Wirkung künftiger Euribor-Erhöhungen.

Jährliche oder halbjährliche Anpassung: welche hast du?

Die Anpassungsfrequenz steht in deinem Darlehensvertrag. Die jährliche Anpassung aktualisiert deine Rate einmal pro Jahr und gibt mehr Stabilität. Die halbjährliche Anpassung reagiert schneller auf sinkende Euribor-Werte, aber auch auf steigende. Bei fallendem Euribor profitierst du mit der halbjährlichen Variante früher.

Den offiziellen Euribor der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) prüfen

Um den genauen Euribor zu kennen, der bei deiner Anpassung gilt, schau auf die offizielle Seite der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) — Zinsstatistiken. Es ist die offizielle Quelle, die Banken für die Berechnung deiner neuen Rate heranziehen.

Hinweis: Diese Berechnung ist unverbindlich. Die genaue neue Rate hängt vom offiziellen Euribor des laut deinem Vertrag maßgeblichen Monats und von den spezifischen Konditionen deiner Finanzierung ab.

Häufige Fragen zur Zinsanpassung

Wir beantworten die häufigsten Fragen rund um die Anpassung variabel verzinster Finanzierungen

Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist der Zinssatz, zu dem sich große europäische Banken untereinander Geld leihen. Er ist der wichtigste Referenzindex für variabel verzinste Immobiliendarlehen im Euroraum. Deine monatliche Rate ändert sich bei jeder Anpassung, weil der neue Euribor mit deinem vereinbarten Aufschlag zum neuen Sollzins zusammengerechnet wird: Steigt der Euribor, steigt deine Rate; sinkt er, sinkt sie. Im Mai 2026 lag er bei 2,804 % (den genauen Wert findest du bei der OeNB).
Die Anpassungsfrequenz ist im Darlehensvertrag festgelegt. Die beiden gängigsten Varianten sind die jährliche Anpassung (am häufigsten) und die halbjährliche Anpassung. Bei der jährlichen Anpassung wird der Zins einmal pro Jahr anhand des Euribor des Vormonats (oder zwei Monate vor dem Stichtag) aktualisiert. Die halbjährliche Anpassung justiert die Rate alle sechs Monate und reagiert schneller auf Veränderungen des Euribor.
Ja, dafür gibt es mehrere Wege: eine Vertragsänderung (Anpassung mit derselben Bank), eine Umschuldung (Wechsel zu einer anderen Bank mit Festzins) oder die Ablösung und Neufinanzierung. In der Regel fallen Gebühren und Nebenkosten an. Bei einem Euribor auf moderatem Niveau kann der Wechsel auf Festzins jetzt Planungssicherheit geben, auch wenn die feste Rate meist etwas höher ist als der aktuelle variable Zins.
Nein, der Aufschlag ist fest über die gesamte Laufzeit des variablen Darlehens (es sei denn, du schließt eine Vertragsänderung mit der Bank ab). Was sich bei jeder Anpassung ändert, ist der Euribor. Dein neuer Sollzins = Euribor des Referenzmonats + dein vereinbarter Aufschlag. Auch wenn der Euribor schwankt, bleibt der Aufschlag, den du unterschrieben hast (zum Beispiel +1,00 %), laut Vertrag immer gleich.
Der Euribor war bereits zwischen 2016 und 2022 negativ und erreichte im Januar 2021 bis zu -0,502 %. In diesem Fall gilt: Sollzins = negativer Euribor + Aufschlag. Bei einem Euribor von -0,30 % und einem Aufschlag von +1,00 % läge dein Sollzins zum Beispiel bei 0,70 %. Die meisten Banken setzen als Untergrenze mindestens den Aufschlag an (Sollzins = 0 % + Aufschlag), manche begrenzen ihn über eine Zinsuntergrenze. Würde der Euribor wieder negativ, sänke deine Rate deutlich.
Sinnvoll ist es, wenn: der Euribor auf niedrigem Niveau liegt (wie derzeit, ~2,80 %) und die angebotenen Festzinsen konkurrenzfähig sind; wenn du Sicherheit über dein monatliches Budget auf lange Sicht brauchst; oder wenn du deutliche Euribor-Anstiege erwartest. Nicht sinnvoll ist es, wenn die verfügbaren Festzinsen weit über deinem aktuellen variablen Sollzins liegen oder wenn du bereits viele Jahre zahlst und die Restschuld gering ist. Vergleiche immer die Gesamtkosten beider Optionen, bevor du dich entscheidest.