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Mietrendite-Rechner

Berechne die Brutto-, Netto- und Cash-on-Cash-Rendite beim Kauf einer Immobilie zur Vermietung – inklusive aller realen Kosten und der Hypothek.

Brutto, netto und Cash-on-Cash Mit oder ohne Hypothek Reale Kosten inklusive

Daten der Investition

Kaufnebenkosten
%

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Österreich einheitlich 3,5 %. Zusammen mit der Grundbucheintragung (1,1 %), der Vertragserrichtung durch Notar oder Anwalt (rund 1 bis 3 %) und ggf. Maklerprovision (bis 3,6 % inkl. USt) ergeben sich meist rund 9 bis 11 %.

Mieteinnahmen
€/Monat
%

Der Leerstand schätzt die Monate ohne Miete oder mit Zahlungsausfall. 5 % entsprechen rund 18 Tagen Leerstand pro Jahr. Rechne immer mit der Kaltmiete, nicht der Warmmiete.

Jährliche Kosten des Vermieters
€/Jahr
€/Jahr
€/Jahr
€/Jahr
Kaufst du mit Hypothek?

Jährliche Nettomietrendite

3,85 %
Auf eine Gesamtinvestition von 220.000 €
Bruttomietrendite5,40 %
Monatlicher Cashflow+705,00 €/Monat
Jährlicher Nettoertrag8.460 €
Gesamtinvestition220.000 €

Unverbindliche Schätzung vor Steuern. Stellt keine Anlageberatung dar.

Wie du die Mietrendite richtig berechnest

Die wichtigsten Begriffe, damit du dich vor dem Kauf zur Vermietung nicht selbst belügst

Warum die Bruttorendite täuscht

Jahresmiete / Kaufpreis

Die Bruttomietrendite teilt nur die Jahres-Kaltmiete durch den Kaufpreis. Sie ignoriert die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch), die laufenden Kosten des Vermieters und den Leerstand. Eine Wohnung mit 6 % brutto kann real bei 3 % netto landen. Vergleiche immer über die Nettomietrendite.

Beispiel
Wohnung für 200.000 €, vermietet für 900 €/Monat: brutto 5,40 %, aber netto 3,85 % nach Kosten und Leerstand.

Die Kosten, die fast alle vergessen

Reale Jahreskosten

Grundsteuer, nicht umlagefähige Verwaltung, Gebäude- und Mietausfallversicherung, Rücklagen, kleine Reparaturen, Erneuerung von Geräten und die Zeit der Mietersuche. Zusammen fressen sie oft 1 bis 2 Prozentpunkte Rendite. Braucht die Wohnung eine Erstsanierung, rechne sie zur Gesamtinvestition hinzu.

Beispiel
Grundsteuer 400 + Verwaltung 600 + Versicherungen 300 + Instandhaltung 500 = 1.800 €/Jahr Fixkosten.

Was ist Leerstand

Monate ohne Miete

Das ist der Anteil des Jahres, in dem die Wohnung keine Einnahmen bringt: Mieterwechsel, Wochen der Suche, Renovierung zwischen Verträgen oder Mietausfall. Niemand kassiert jedes Jahr 12 volle Mieten. 5 % Leerstand (rund 2-3 Wochen pro Jahr) ist eine vernünftige Annahme; in Lagen mit wenig Nachfrage rechne mehr.

Beispiel
Kaltmiete 900 €/Monat mit 5 % Leerstand: effektive Einnahmen von 10.260 €/Jahr statt 10.800 €.

Was ist Cash-on-Cash

Wenn du mit Hypothek kaufst

Sie misst die Rendite auf das Geld, das du wirklich selbst einbringst (Eigenkapital + Nebenkosten), nach Abzug der Kreditrate von den Einnahmen. Das ist die Schlüsselkennzahl des fremdfinanzierten Investors: sie zeigt, was dein Eigenkapital abwirft, nicht das der Bank. Sie kann höher oder niedriger sein als die Nettorendite – je nach Zinssatz.

Beispiel
Darlehen von 120.000 € zu 3 % auf 25 Jahre: Rate 569,06 €/Monat und Cash-on-Cash von 1,63 % auf 100.000 € Eigenkapital.

Häufige Fragen zur Mietrendite

Wir beantworten die häufigsten Fragen, bevor du zur Vermietung kaufst

Als Orientierung: In österreichischen Großstädten wie Wien, Graz oder Linz liegt die Bruttomietrendite oft nur bei 3-4 %, in kleineren Städten und ländlichen Lagen eher bei 5-7 %. Nach Kosten bleibt netto meist 2-4 %. Eine Nettorendite über 4 % gilt im Allgemeinen als attraktiv; unter 3 % solltest du mit risikoärmeren Alternativen wie Festgeld, Tagesgeld oder breit gestreuten ETFs vergleichen. Der passende Wert hängt von der Lage, dem Zustand der Immobilie und deinem Anlagehorizont ab.
Die Bruttomietrendite teilt die Jahres-Kaltmiete schlicht durch den Kaufpreis. Die Nettomietrendite zieht den Leerstand und alle laufenden Kosten des Vermieters ab (Grundsteuer, nicht umlagefähige Verwaltung, Versicherungen, Instandhaltung) und teilt das Ergebnis durch die Gesamtinvestition inklusive Kaufnebenkosten. Die Nettorendite ist immer niedriger und die für die Entscheidung maßgebliche Größe: Zwei Wohnungen mit gleicher Bruttorendite können sehr unterschiedliche Nettorenditen haben – je nach Lage, Grundsteuer oder Erhaltungszustand.
Mieteinnahmen zählen als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (§ 28 EStG 1988) und werden mit deinem persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Von den Einnahmen ziehst du die Werbungskosten ab: Schuldzinsen der Hypothek (nicht die Tilgung), die Gebäude-AfA (lineare Abschreibung von in der Regel 1,5 % pro Jahr), Grundsteuer, Verwaltungskosten, Versicherungen und Instandhaltung. Anders als etwa in Spanien gibt es keine pauschale Renditeermäßigung; entscheidend ist das tatsächlich ermittelte Ergebnis. Diese Schätzung erfolgt vor Steuern – die individuelle Belastung kann den realen Ertrag deutlich verändern.
Der Mietausfall ist das Hauptrisiko des Vermieters: Eine Räumungsklage kann sich über viele Monate ziehen, in denen du keine Miete erhältst, aber weiterhin Grundsteuer, Betriebskosten und Kreditrate zahlst. Deshalb enthält dieser Rechner einen Prozentsatz für Leerstand und Mietausfall, und deshalb lohnt sich eine sorgfältige Bonitätsprüfung (KSV-Bonitätsauskunft, Gehaltsnachweise, Nachweise bisheriger Mietzahlungen) sowie die Kaution von üblicherweise bis zu drei Bruttomonatsmieten. Eine optionale Mietausfallversicherung kann das Restrisiko abdecken.
Das hängt vom Hebel ab: Übersteigt die Nettorendite der Immobilie die Kreditkosten, verstärkt die Finanzierung die Rendite deines Eigenkapitals (höherer Cash-on-Cash) und erlaubt dir, auf mehrere Objekte zu streuen. Ist der Zinssatz hoch oder die Miete knapp, kann die Rate den Cashflow aufzehren oder sogar negativ machen – dann arbeitet der Hebel gegen dich. Berechne vor der Entscheidung immer den Cash-on-Cash und den monatlichen Cashflow mit der realen Rate.
Der Leerstand ist der Anteil des Jahres, in dem die Wohnung keine Einnahmen bringt: Zeiten zwischen Mietern, Wochen der Suche, Reparaturen zwischen Verträgen oder Zahlungsausfälle. 5 % (rund 2-3 Wochen pro Jahr) ist eine vorsichtige Annahme in Lagen mit guter Nachfrage; in Regionen mit schwacher Mietnachfrage oder bei teuren Wohnungen mit kleinerem Publikum rechne mit 8-10 %. Mit 0 % Leerstand zu rechnen ist der häufigste Fehler bei der Renditeberechnung.
Es gibt keine pauschale Antwort: Es kommt auf den Kaufpreis, die realistische Miete der Lage, die Kosten und deine Finanzierung an. Die richtige Vorgehensweise ist, mit Zahlen zu rechnen: Ermittle die Nettomietrendite (nicht die brutto) und, falls du finanzierst, den Cash-on-Cash und den monatlichen Cashflow. Vergleiche das anschließend mit liquiden, verwaltungsarmen Alternativen (Festgeld, Staatsanleihen, ETFs) und gewichte das Mehr an Risiko: Mietausfall, Sonderumlagen, Regulierung und die geringe Liquidität der Immobilie.

Wie du die Mietrendite einer Immobilie in Österreich berechnest

Die Mietrendite korrekt zu berechnen verlangt mehr, als die Miete durch den Preis zu teilen. Dieser Rechner ermittelt drei sich ergänzende Kennzahlen: die Bruttomietrendite (die schnelle Zahl, mit der man Lagen vergleicht), die Nettomietrendite (die alle realen Kosten und den Leerstand abzieht) und den Cash-on-Cash (die entscheidende Kennzahl, wenn du mit Hypothek kaufst).

Die drei Formeln

Bruttomietrendite = (Jahresmiete / Kaufpreis) x 100

Beispiel: 10.800 / 200.000 x 100 = 5,40 %

Nettomietrendite = ((Effektive Einnahmen - Jahreskosten) / Gesamtinvestition) x 100

Beispiel: (10.260 - 1.800) / 220.000 x 100 = 3,85 % · Gesamtinvestition = Kaufpreis + Kaufnebenkosten

Cash-on-Cash = ((Effektive Einnahmen - Kosten - Jahresrate Hypothek) / Eigenkapital) x 100

Beispiel: (10.260 - 1.800 - 6.828,68) / 100.000 x 100 = 1,63 % · Eigenkapital = Gesamtinvestition - Darlehensbetrag

Die effektiven Einnahmen sind die Jahresmiete abzüglich Leerstand (Kaltmiete x 12 x (1 - Leerstand)). Die Jahreskosten summieren Grundsteuer, nicht umlagefähige Verwaltung, Versicherungen und Instandhaltung. Die Gesamtinvestition umfasst die Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer (einheitlich 3,5 %), Grundbucheintragung (1,1 %), Vertragserrichtung und ggf. Maklerprovision. Die Kreditrate wird nach dem Annuitätendarlehen berechnet.

Drei Beispielszenarien: vorsichtig, mittel und optimistisch

Für dieselbe Wohnung von 200.000 € verändern kleine Abweichungen in den Annahmen das Ergebnis stark. Diese drei Szenarien zeigen die plausible Spanne (es sind Rechenbeispiele, keine Marktdaten):

Position Vorsichtig Mittel Optimistisch
Kaufpreis 200.000 € 200.000 € 200.000 €
Kaufnebenkosten 12 % 10 % 8 %
Kaltmiete pro Monat 850 € 950 € 1.050 €
Leerstand 8 % 5 % 2 %
Jahreskosten 2.200 € 1.800 € 1.500 €
Bruttomietrendite 5,10 % 5,70 % 6,30 %
NETTOMIETRENDITE 3,21 % 4,10 % 5,02 %

Die Lehre: Zwischen dem vorsichtigen und dem optimistischen Szenario liegen bei derselben Wohnung fast zwei Prozentpunkte. Berechne vor dem Kauf alle drei Szenarien mit deinen eigenen Daten und entscheide nur dann, wenn sich auch das vorsichtige noch gegenüber liquideren, verwaltungsarmen Alternativen lohnt.

Lohnt sich der Kauf zur Vermietung? Die Antwort steckt in der Nettorendite

Wenn du dich fragst, ob sich der Kauf zur Vermietung lohnt, gibt dir die Bruttorendite keine Antwort: Zwei Wohnungen mit gleicher Bruttorendite können sehr unterschiedliche Nettorenditen haben – je nach Grundsteuer, Betriebskosten oder Zustand des Gebäudes. Nutze die Nettomietrendite, um Objekte untereinander und mit anderen Anlagen zu vergleichen, und den Cash-on-Cash sowie den monatlichen Cashflow, um zu sehen, ob sich das Geschäft mit Hypothek trägt. Ein negativer Cashflow bedeutet, dass du jeden Monat Geld aus eigener Tasche zuschießt und auf eine künftige Wertsteigerung hoffst: eine Wette, keine Rente.

Hinweis: Dieser Rechner liefert eine unverbindliche Schätzung vor Steuern und stellt keine Anlageberatung dar. Die Besteuerung der Vermietung (AfA, abziehbare Werbungskosten, Schuldzinsen) und die Marktentwicklung können das reale Ergebnis erheblich verändern. Ziehe vor Investitionsentscheidungen einen Steuer- oder Finanzberater hinzu.