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Hypothekenrechner: monatliche Rate

Berechne mit der Annuitätenformel die monatliche Rate, die Gesamtzinsen und den Tilgungsverlauf deiner Baufinanzierung – für Festzins, variablen Zins und Mischzins.

Annuitätendarlehen Volltilger-Modell

Daten der Finanzierung

Laufzeit
Jahre bis zur vollständigen Tilgung 25 Jahre
Zinsart

Monatliche Rate

751 €
Festzinsdarlehen zu 3,50 %
Darlehensbetrag150.000 €
Zinsen gesamt75.281 €
Laufzeit25 Jahre (300 Raten)
Gesamtrückzahlung225.281 €

Hinweis: Unverbindliche Schätzung. Die tatsächliche Rate hängt von den Konditionen der Bank, dem Beleihungsauslauf und vereinbarten Produkten ab.

Alles, was du über deine Baufinanzierung wissen musst

Verstehe jede Zinsart und die wichtigsten Faktoren, die deine monatliche Rate bestimmen

Festzinsdarlehen

Rate während der Zinsbindung konstant

Der Sollzins ist für die gesamte Sollzinsbindung (in Österreich oft 10, 15, 20 oder 25 Jahre) festgeschrieben und die monatliche Rate bleibt konstant. Das schafft Planungssicherheit, unabhängig von Schwankungen des Euribor. Typischer Sollzins 2026: 3,3 % - 4,0 %.

Beispiel
Darlehen 200.000 € über 25 Jahre zu 3,5 % fest → Rate rund 1.001 €/Monat, ohne Veränderung während der Zinsbindung

Variables Darlehen

Rate an den Euribor gekoppelt

Der Zins wird regelmäßig (meist alle 3 oder 6 Monate) an den Euribor plus einen Aufschlag angepasst. In Österreich sind variabel verzinste Finanzierungen traditionell weit verbreitet. Mit einem Euribor um 2,80 % im Mai 2026 kann das variable Darlehen kurzfristig günstig sein, birgt aber Zinsrisiko.

Beispiel
Euribor 2,80 % + Aufschlag 1,00 % = Sollzins 3,80 % → Rate 1.034 €/Monat für 200.000 € über 25 Jahre. Sinkt der Euribor auf 1,5 %, sinkt die Rate bei der nächsten Anpassung.

Mischzins

Erst fest, danach variabel

Die ersten Jahre laufen zu einem festen Sollzins (z. B. 5 oder 10 Jahre), danach wird das Darlehen variabel. So kombinierst du anfängliche Sicherheit mit der Chance auf sinkende Zinsen später. Eine Variante des klassischen Festzinses mit kürzerer Zinsbindung.

Beispiel
10 Jahre fest zu 3,0 % (Rate 948 €) und danach variabel zum Euribor + 0,9 %. Sinnvoll, wenn du mittelfristig mit fallenden Zinsen rechnest

12-Monats-Euribor

Referenzzins für variable Darlehen

Der Euribor ist der Referenzzinssatz für variable Immobiliendarlehen im Euroraum. Nach dem historischen Höchststand von 4,16 % im Oktober 2023 ist er 2026 auf rund 2,0 - 2,3 % gefallen (Quelle: OeNB / EZB). Seine Entwicklung wirkt sich direkt auf variable Raten aus.

Beispiel
Variables Darlehen 150.000 € über 25 Jahre mit Aufschlag 1,00 %: bei Euribor 4 % → Rate 944 €. Bei Euribor 2,80 % → Rate 822 €. Differenz: 122 €/Monat

Kaufnebenkosten

Zusätzliche Kosten beim Kauf

In Österreich trägt überwiegend der Käufer die Kaufnebenkosten: Grunderwerbsteuer (3,5 % bundesweit einheitlich), Grundbucheintragungsgebühr (1,1 %), Pfandrechtseintragung (1,2 % der Darlehenssumme), Vertragserrichtung durch Notar oder Rechtsanwalt (~1 - 3 %) und ggf. Maklerprovision (bis 3 % + 20 % USt). Insgesamt rund 10 - 13 % des Kaufpreises, die in der Regel aus Eigenkapital zu finanzieren sind.

Beispiel
Kaufpreis 300.000 € in Österreich (3,5 % Grunderwerbsteuer): rund 10.500 € GrESt + 3.300 € Grundbucheintragung (1,1 %) + ~4.000 € Vertrag/Beglaubigung + ggf. Maklerprovision = ca. 25.000 - 35.000 € Nebenkosten

Sondertilgung

Vorzeitig tilgen

Viele Banken erlauben eine kostenfreie Sondertilgung von meist bis zu 5 % der Darlehenssumme pro Jahr, wenn sie im Vertrag vereinbart ist. Das senkt die Restschuld und die Gesamtzinsen. Außerhalb dieser Vereinbarung kann während der Zinsbindung eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen.

Beispiel
Sondertilgung von 5.000 € bei einem Darlehen über 150.000 € (25 Jahre, 3,5 %): spart rund 5.000 € Zinsen und verkürzt die Laufzeit um etwa 9 Monate

Vergleiche den effektiven Jahreszins, nicht den Sollzins

Der effektive Jahreszins enthält neben dem Sollzins auch Nebenkosten und gibt die tatsächlichen Jahreskosten an. Zwei Angebote mit gleichem Sollzins können sehr unterschiedliche Effektivzinsen haben. Vergleiche immer den Effektivzins.

Fest oder variabel 2026

Mit einem Euribor um 2,8 % gewinnen Festzinsdarlehen (3,3 - 4,0 %) in Österreich an Beliebtheit, weil sie Planungssicherheit über 10 bis 20 Jahre bieten – auch wenn variabel verzinste Finanzierungen hierzulande traditionell stark vertreten sind. Variabel lohnt sich nur, wenn du weitere Zinssenkungen erwartest und das Risiko tragen kannst.

Anfängliche Tilgung mit Bedacht wählen

Bei einer anfänglichen Tilgung von nur 1 % läuft die Finanzierung sehr lange und die Gesamtzinsen steigen stark. Eine Tilgung von mindestens 2 - 3 % verkürzt die Laufzeit deutlich. Die Arbeiterkammer (AK) und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) bieten neutrale Informationen zur Baufinanzierung.

Wie berechnet man die monatliche Rate einer Hypothek

Die monatliche Rate einer Baufinanzierung wird über das Annuitätendarlehen berechnet, in Österreich die mit Abstand häufigste Darlehensform. Die Rate (Annuität) bleibt während der Zinsbindung konstant, doch ihre Zusammensetzung verschiebt sich: Am Anfang zahlst du mehr Zinsen und tilgst wenig, später wird der Tilgungsanteil immer größer. Den juristischen Begriff erklärt Wikipedia: Annuitätendarlehen.

Dieser Hypothekenrechner nutzt die finanzmathematische Standardformel, um die Monatsrate aus Darlehensbetrag, Laufzeit und Sollzins zu ermitteln. Zusätzlich zeigt er dir die gesamten Zinsen, die du zahlst, und die Gesamtkosten der Finanzierung über die gewählte Laufzeit (Volltilger-Modell).

Formel des Annuitätendarlehens

Rate = Darlehen × (i × (1 + i)^n) / ((1 + i)^n − 1)

Dabei gilt: i = Monatszins (Sollzins/12), n = Anzahl der Raten (Jahre × 12)

Praxisbeispiel: Darlehen über 150.000 €

Darlehensbetrag

150.000 €

Laufzeit

25 Jahre (300 Raten)

Sollzins

3,50 % p. a.

Monatliche Rate

750,94 €

Zinsen gesamt: 75.281 € | Gesamtrückzahlung: 225.281 €

Entwicklung des Euribor 2024-2026

Der Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist der Referenzindex für die meisten variablen Immobiliendarlehen im Euroraum. Nach dem historischen Höchststand von 4,16 % im Oktober 2023 zeigt er einen Abwärtstrend, von dem Kreditnehmer mit variablem Zins profitieren.

Datum 12-Monats-Euribor Veränderung zum Vorjahr
Mai 2026 2,804 % +0,72 Pp.
Dezember 2025 ~2,20 % -0,24 Pp.
Juni 2025 2,287 % -1,58 Pp.
Dezember 2024 2,436 % -1,22 Pp.
Oktober 2023 (Höchststand) 4,160 % Historischer Höchststand

Voraussetzungen für eine Baufinanzierung 2026

Banken prüfen vor der Kreditzusage mehrere Faktoren. Wenn du diese Voraussetzungen kennst, kannst du deinen Antrag besser vorbereiten und deine Chancen auf eine Zusage erhöhen. Die FMA (Finanzmarktaufsicht) und die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) bieten offizielle Informationen zu Konditionen und Verbraucherrechten.

Benötigtes Eigenkapital

  • Nebenkosten: 9 - 12 % des Kaufpreises
  • Empfohlen: zusätzlich 20 % des Kaufpreises
  • Gesamt: ~30 % des Preises

Wohnkostenquote

  • Maximal: 35 - 40 % des Nettoeinkommens
  • Empfohlen: nicht über 35 %
  • Enthält: alle laufenden Kredite

Berufliche Stabilität

  • Ideal: unbefristeter Arbeitsvertrag
  • Probezeit: abgeschlossen
  • Selbstständige: 2 - 3 Jahre Tätigkeit

Bonität

  • KSV1870: sauber, ohne Negativeinträge
  • Score: möglichst hoch
  • Laufende Kredite: ohne Zahlungsstörungen

Kaufnebenkosten: wer zahlt was

Anders als das Darlehen selbst trägt in Österreich überwiegend der Käufer die Kaufnebenkosten. Sie müssen in der Regel aus Eigenkapital aufgebracht werden und summieren sich auf etwa 10 - 13 % des Kaufpreises.

Kostenpunkt Wer zahlt Ungefähre Höhe
Grunderwerbsteuer Käufer 3,5 % des Kaufpreises (bundesweit)
Vertragserrichtung (Notar/Anwalt) Käufer ~1,0 % - 3,0 %
Grundbucheintragungsgebühr Käufer 1,1 % des Kaufpreises
Pfandrechtseintragung Käufer 1,2 % der Darlehenssumme
Maklerprovision (falls anfällt) Käufer bis 3,6 % inkl. USt
Immobilienbewertung / Gutachten Käufer 300 - 800 €

Wichtig: Grunderwerbsteuer und Grundbuchgebühren

Die Grunderwerbsteuer beträgt in Österreich bundesweit einheitlich 3,5 % des Kaufpreises. Hinzu kommen 1,1 % Grundbucheintragungsgebühr und bei Fremdfinanzierung 1,2 % Pfandrechtseintragung auf die Darlehenssumme. Plane diese Gebühren immer als erste Positionen der Nebenkosten ein, denn sie können in der Regel nicht mitfinanziert werden.

Vergleich: Festzins, variabel und Mischzins

Die Wahl der richtigen Zinsart ist eine der wichtigsten Finanzentscheidungen. Jede Variante hat Vor- und Nachteile, je nach deinem Profil und der Marktlage.

Merkmal Festzins Variabel Mischzins
Monatliche Rate Konstant Schwankt mit Euribor Erst fest, dann variabel
Typischer Sollzins 2026 3,3 % - 4,0 % Euribor + 0,8 % bis 1,5 % 3,0 % fest anfangs
Risiko Niedrig Hoch Mittel
Ideal für Sicherheit und Planbarkeit Euribor niedrig/fallend Anfänglich Balance
Kosten langfristig Planbar Potenziell geringer Dazwischen

Sondertilgung und vorzeitige Ablösung

Wenn du dein Darlehen schneller zurückzahlen willst, ist in Österreich Folgendes zu beachten. Diese Regeln bestimmen, wie flexibel du tilgen kannst:

  • Vereinbarte Sondertilgung: meist bis 5 %/Jahr kostenfrei
  • Ablösung während der Zinsbindung: Vorfälligkeitsentschädigung
  • Vorzeitige Rückzahlung (§ 20 HIKrG): jederzeit möglich, gesetzlich gedeckelte Entschädigung
  • Tilgungssatzwechsel: oft kostenfrei, falls vereinbart

Tilgungsplan: erste 5 Jahre der Finanzierung

Beim Annuitätendarlehen bleibt die Rate konstant, doch die Aufteilung zwischen Tilgung und Zinsen verschiebt sich jeden Monat. Am Anfang zahlst du viel Zinsen und wenig Tilgung; am Ende ist es umgekehrt. Hier siehst du es deutlich bei einem Darlehen über 150.000 € zu 3,5 % über 25 Jahre:

Jahr Jahresrate Getilgt Gezahlte Zinsen Restschuld
Jahr 1 9.011 € 3.822 € 5.189 € 146.178 €
Jahr 2 9.011 € 3.958 € 5.053 € 142.220 €
Jahr 3 9.011 € 4.099 € 4.912 € 138.121 €
Jahr 4 9.011 € 4.245 € 4.767 € 133.876 €
Jahr 5 9.011 € 4.396 € 4.616 € 129.481 €

In den ersten 5 Jahren zahlst du rund 45.056 € an Raten, davon etwa 24.537 € Zinsen und nur 20.519 €, die die Restschuld verringern.

Hinweis: Bei einer selbstgenutzten Immobilie sind die Schuldzinsen steuerlich nicht absetzbar. Nur bei einer vermieteten Immobilie kannst du die Schuldzinsen als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung geltend machen.

Tipp: Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) veröffentlicht offizielle Zinsstatistiken zu Wohnbaukrediten, und die Arbeiterkammer (AK) informiert neutral über deine Rechte als Kreditnehmer.

Tipp: Wenn du Erspartes hast, ist eine Sondertilgung oft rentabler, als das Geld auf einem Konto liegen zu lassen, vor allem wenn der Sollzins deines Darlehens über der Verzinsung deiner Anlage liegt. Eine höhere anfängliche Tilgung spart über die Laufzeit am meisten Zinsen.

Häufige Fragen zum Hypothekenrechner

Wir beantworten die häufigsten Fragen zu Baufinanzierung und Tilgung

Die Rate wird mit der Annuitätenformel berechnet: Rate = Darlehen × (i × (1+i)^n) / ((1+i)^n − 1), wobei i der Monatszins (Sollzins/12) und n die Gesamtzahl der Raten (Jahre × 12) ist. Für ein Darlehen über 150.000 € über 25 Jahre zu 3,5 % beträgt die monatliche Rate rund 752 €.
Es ist die häufigste Form der Baufinanzierung in Österreich. Die monatliche Rate bleibt während der Zinsbindung konstant, ihre Zusammensetzung ändert sich aber: Anfangs ist der Zinsanteil hoch und der Tilgungsanteil niedrig; mit der Zeit steigt der Tilgungsanteil und der Zinsanteil sinkt. Das bedeutet, du tilgst am Anfang langsam und am Ende schneller.
In den ersten Jahren besteht der größte Teil der Rate aus Zinsen. Bei einem Darlehen über 150.000 € zu 3,5 % über 25 Jahre teilt sich die erste Rate von rund 752 € in etwa 438 € Zinsen und 313 € Tilgung. Bei der letzten Rate ist praktisch alles Tilgung. Der Tilgungsplan zeigt dir diese Aufteilung Monat für Monat.
Banken erwarten, dass die Rate 35 bis 40 % deines Nettoeinkommens nicht übersteigt. Für ein Darlehen über 200.000 € über 25 Jahre zu 3,5 % (Rate ~1.002 €/Monat) brauchst du ein Nettoeinkommen von mindestens 2.700 bis 3.000 €/Monat. Zusätzlich solltest du die Kaufnebenkosten (9 bis 12 % des Kaufpreises) und idealerweise 20 % Eigenkapital aufbringen können.
Ja, der Sollzins ist verhandelbar. Faktoren, die deine Position verbessern: eine saubere KSV1870-Auskunft, stabiles Einkommen mit unbefristetem Vertrag, mehr Eigenkapital (niedrigerer Beleihungsauslauf), keine weiteren laufenden Kredite und das Vergleichen mehrerer Angebote. Ein unabhängiger Finanzierungsvermittler kann dir helfen, bessere Konditionen zu erhalten.
Der Sollzins ist der reine Zinssatz, den die Bank auf das Darlehen berechnet, ohne Nebenkosten. Der effektive Jahreszins enthält zusätzlich die meisten Kosten der Finanzierung und gibt die tatsächlichen Jahreskosten an. Per Gesetz müssen Banken den Effektivzins ausweisen. Vergleiche Angebote immer über den effektiven Jahreszins: ein Darlehen mit niedrigerem Sollzins kann durch höhere Kosten einen höheren Effektivzins haben.
Das hängt vom Sollzins deines Darlehens ab. Liegt er über der Rendite, die du mit deinem Ersparten erzielst, lohnt sich die Sondertilgung. Viele Verträge erlauben jährlich bis zu 5 % der Darlehenssumme kostenfrei. Du kannst die Laufzeit verkürzen und sparst so Gesamtzinsen. Während der Zinsbindung kann bei vollständiger vorzeitiger Ablösung eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen; in Österreich kannst du nach dem Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz (§ 20 HIKrG) jederzeit vorzeitig zurückzahlen, wobei die Entschädigung gesetzlich begrenzt ist.