Nimm das, was jeden Monat auf deinem Konto landet (Nettogehalt), nicht den Bruttolohn aus dem Vertrag.
Teile dein Gehalt in drei Blöcke: 50 % Bedürfnisse, 30 % Wünsche und 20 % Sparen. Finde heraus, wie viel du mit deinem Monatsbudget pro Monat sparen solltest.
Nimm das, was jeden Monat auf deinem Konto landet (Nettogehalt), nicht den Bruttolohn aus dem Vertrag.
Die Summe der Prozentsätze ergibt nicht 100 %.
Probiere Varianten: 60/20/20, wenn deine Miete hoch ist, oder 70/20/10, wenn dein Einkommen niedrig ist.
Empfohlene Reihenfolge fürs Ersparte: zuerst Notgroschen aufbauen, dann teure Schulden tilgen, dann anlegen.
Wenn du deine 360 € pro Monat mit einer durchschnittlichen Rendite von 5 % pro Jahr anlegst (Zinseszins, monatliche Verzinsung), wächst dein Geld viel schneller als auf einem unverzinsten Konto:
Nach 10 Jahren
55.902 €
Eingezahlt: 43.200 €
Nach 20 Jahren
147.972 €
Eingezahlt: 86.400 €
Formel für regelmäßige Einzahlungen: FV = A × ((1+r)^n − 1) / r, mit r = 0,05/12. Rendite ist nur ein Richtwert und nicht garantiert. Simuliere dein eigenes Szenario mit dem Zinseszins-Rechner.
Jede Ausgabe richtig einzuordnen ist der Schlüssel, damit dein Monatsbudget funktioniert
Ausgaben, ohne die du nicht leben kannst oder zu denen du rechtlich verpflichtet bist: Miete oder Hauskredit, Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas, Internet), Grundnahrungsmittel, der Weg zur Arbeit, Versicherungen und die Mindestraten deiner Schulden.
Alles, was dein Leben schöner macht, aber im Notfall kürzbar wäre: Freizeit, Restaurants und Bars, Abos (Streaming, Fitnessstudio, Apps), Reisen, nicht zwingend nötige Kleidung und kleine Extras. Die Faustregel: Wenn du zögerst, ist es ein Wunsch.
Geld, das für dich arbeitet, in dieser Reihenfolge: Notgroschen (3–6 Monatsausgaben), teure Schulden tilgen (Kreditkarten, Kontoüberziehung, Ratenkredite) und – wenn das erledigt ist – langfristig anlegen.
Populär gemacht hat sie Elizabeth Warren (Harvard-Professorin und US-Senatorin) gemeinsam mit ihrer Tochter Amelia Warren Tyagi im Buch „All Your Worth“ (2005). Passt deine Realität nicht dazu, passe die Prozentsätze an: 60/20/20, wenn die Miete dein Budget auffrisst, oder 70/20/10, wenn dein Einkommen niedrig ist und du klein anfangen musst.
Wir beantworten die häufigsten Fragen rund um die Einteilung deines Gehalts
Die 50-30-20-Regel ist die einfachste und beliebteste Methode, um ein Monatsbudget ohne komplizierte Tabellen aufzustellen: Sie teilt dein Nettoeinkommen in drei Blöcke – 50 % für Bedürfnisse, 30 % für Wünsche und 20 % für Sparen und Anlegen. Hast du dich jemals gefragt, wie viel du pro Monat sparen solltest, ist die Antwort dieser Regel eindeutig: 20 % von dem, was du verdienst.
Populär gemacht hat die Regel Elizabeth Warren, Juraprofessorin in Harvard mit Schwerpunkt private Insolvenzen (und später US-Senatorin), gemeinsam mit ihrer Tochter Amelia Warren Tyagi, im Buch „All Your Worth: The Ultimate Lifetime Money Plan“ (2005). Ihre These: Du musst nicht jeden Kaffee budgetieren; es genügt, die drei großen Kategorien im Gleichgewicht zu halten, um ein Leben lang gesunde Finanzen zu haben.
Das, was nach Lohnsteuer und Sozialabgaben auf deinem Konto landet. Bekommst du Weihnachts- oder Urlaubsgeld (13. und 14. Gehalt), teile das Nettojahreseinkommen durch 12.
Geh deine Kontoumsätze durch und markiere jede Ausgabe als Bedürfnis oder Wunsch. Das dauert 20 Minuten und zeigt dir dein echtes Bild.
Richte einen Dauerauftrag über 20 % auf ein anderes Konto am Gehaltstag ein. „Zahle zuerst dich selbst“: Was du nicht siehst, gibst du nicht aus.
Weichen die Bedürfnisse von 50 % ab, passe die Prozentsätze an (60/20/20 oder 70/20/10) oder geh den größten Fixkostenposten an. Ein Budget ist ein lebendiges Werkzeug.
Die ursprüngliche Regel wurde für die US-Wirtschaft von 2005 entworfen. Im heutigen Österreich, wo Mieten in Großstädten über 40 % des Durchschnittsgehalts ausmachen, lohnt es sich, ihre angepassten Varianten zu kennen:
Als allgemeiner Richtwert: 20 % deines Nettoeinkommens. Bei einem Gehalt von 1.800 € netto sind das 360 € im Monat (4.320 € im Jahr); bei 1.500 € netto sind es 300 € im Monat. Schaffst du das heute nicht, fang mit 10 % an (Variante 70/20/10) und erhöhe alle paar Monate um einen Prozentpunkt: Beständigkeit zählt mehr als der Startbetrag. Und denk an die Reihenfolge des Spar-Blocks: Notgroschen, teure Schulden tilgen und zuletzt langfristig anlegen, damit der Zinseszins für dich arbeitet.
Hinweis: Dieser Rechner ist ein Orientierungswerkzeug für die persönliche Finanzplanung. Die Prozentsätze sind ein Leitfaden, keine Vorschrift: passe die Aufteilung an deine reale Situation an. Die Anlage-Hochrechnungen unterstellen eine konstante Rendite von 5 % pro Jahr, die nicht garantiert ist; vergangene Renditen sind keine Garantie für künftige Erträge.
Weitere Werkzeuge, um aus deinen 20 % Ersparnis das Beste herauszuholen