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Notgroschen-Rechner

Berechne, wie viel du als finanzielles Polster zurücklegen solltest.

Sicherheit Absicherung

Deine Ausgaben

EUR/Monat
Monate Abdeckung
Aktuelles Erspartes
EUR

Empfohlener Notgroschen

9.000 EUR
6 Monate Ausgaben
Bereits vorhanden3.000 EUR
Es fehlt noch6.000 EUR
Fortschritt33%
Dein Fortschritt
33%
67%

So berechnest du deinen Notgroschen

Verstehe jeden Wert, um das finanzielle Polster aufzubauen, das zu deiner Situation passt

Monatliche Ausgaben

Grundlage der Berechnung

Die Summe deiner festen und variablen Ausgaben pro Monat. Berücksichtige alle unverzichtbaren Posten: Miete oder Kreditrate, Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas, Internet), Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen und Kreditraten. Rechne keine verzichtbaren Ausgaben wie Freizeit oder Restaurantbesuche ein, da diese im echten Notfall als Erstes wegfallen würden.

Beispiel
Miete 800 € + Nebenkosten 150 € + Lebensmittel 400 € + Mobilität 100 € = 1.450 €/Monat

Monate Abdeckung

Sicherheitsniveau

Die Anzahl der Monate, die du ohne Einkommen überbrücken können möchtest. Die Standardempfehlung liegt bei 3 bis 6 Monaten für Angestellte mit unbefristetem Vertrag. Bist du selbständig, arbeitest in einer Branche mit hoher Beschäftigungsschwankung oder hast unterhaltsberechtigte Angehörige, sind 6 bis 12 Monate Abdeckung die klügere Wahl.

Beispiel
Bei Ausgaben von 1.500 €/Monat und 6 Monaten Abdeckung brauchst du 9.000 € an Reserve

Monatliches Einkommen

Deine Sparfähigkeit

Dein monatliches Nettoeinkommen. Es hilft zu berechnen, wie viel Spielraum dir jeden Monat zum Sparen bleibt und folglich, wie lange du brauchst, um den vollständigen Notgroschen aufzubauen. Die Differenz zwischen Einkommen und Ausgaben bestimmt das Tempo, in dem dein finanzielles Polster wächst.

Beispiel
Mit 2.000 € netto und Ausgaben von 1.500 € kannst du 500 €/Monat für den Notgroschen sparen

Aktuelles Erspartes

Was du schon hast

Das Geld, das du bereits angespart hast und als Teil deines Notgroschens zählen kannst. Die Differenz zwischen dem Ziel und dem, was du schon hast, ist der Betrag, den du noch ansparen musst. Hast du bereits Ersparnisse auf anderen Konten, prüfe, ob sie zum Notgroschen zählen oder für andere Ziele bestimmt sind.

Beispiel
Ziel 9.000 €, vorhanden 3.000 € → es fehlen 6.000 € → bei 500 €/Monat = 12 Monate bis zum Ziel

Nutze ein separates Konto

Bewahre den Notgroschen auf einem separaten Konto auf, am besten auf einem Tagesgeldkonto mit guter Verzinsung. Vermische ihn nicht mit dem Geld des Alltags, sonst gibst du ihn unbemerkt aus.

Verfügbar, aber nicht zu leicht

Der Notgroschen muss liquide sein (innerhalb von 24–48 Stunden verfügbar), aber nicht so greifbar, dass du ihn für Nicht-Notfälle ausgibst. Ein Konto bei einer anderen Bank als der gewohnten schafft die nötige Hürde.

Wieder auffüllen nach Nutzung

Nutzt du den Notgroschen für einen echten Notfall, fülle ihn so schnell wie möglich wieder auf. Richte einen automatischen Sparplan mit regelmäßigen Überweisungen ein, bis das Zielniveau erreicht ist.

Wie viel Geld brauchst du für deinen Notgroschen?

Ein Notgroschen ist eine Reserve aus liquidem Geld, die ausschließlich dazu dient, unvorhergesehene Ausgaben abzudecken: eine Autopanne, der plötzliche Verlust des Arbeitsplatzes, eine dringende Reparatur zu Hause oder eine unerwartete Arztrechnung. Das ist keine finanzielle Spielerei, sondern die Grundlage, auf der jede Strategie für eine solide persönliche Finanzplanung aufbaut. Ohne dieses Polster kann dich jeder unerwartete Vorfall zwingen, Schulden zu machen oder Geldanlagen zum schlechtesten Zeitpunkt aufzulösen.

Es ist entscheidend, zwischen dem Notgroschen und dem Sparen für Geldanlagen zu unterscheiden. Der Notgroschen ist für andere Zwecke unantastbar: Er wird nicht für den Urlaub und nicht für Anlagechancen verwendet. Erst wenn dein Polster vollständig ist, kann das weiter angesparte Geld längerfristigen Zielen dienen.

Empfohlener Notgroschen nach deinem Profil

Beschäftigungsprofil Empfohlene Monate Beispiel (1.500 €/Monat) Grund
Beamte / öffentlicher Dienst (unbefristet) 3 Monate 4.500 € Sehr sichere Anstellung
Angestellte Privatwirtschaft (unbefristet) 3 – 6 Monate 4.500 – 9.000 € Mittleres Risiko
Selbständige oder Freiberufler 6 – 12 Monate 9.000 – 18.000 € Schwankendes Einkommen
Mit Angehörigen oder Immobilienkredit 9 – 12 Monate 13.500 – 18.000 € Höhere Risikoexposition

Beispiel: Zeit bis zum vollständigen Notgroschen

Monatliche Ausgaben 1.500 €/Monat
Ziel-Abdeckung 6 Monate
Benötigter Notgroschen 9.000 €
Aktuelles Erspartes 3.000 €
Noch offener Betrag 6.000 €
Bei 500 €/Monat → vollständig in 12 Monaten

Wo den Notgroschen aufbewahren? Die optimale Wahl ist ein Tagesgeldkonto oder ein kurzfristig verfügbares Sparkonto mit sofortiger Liquidität. Einige Direktbanken bieten derzeit zwischen 2 % und 4 % Zinsen pro Jahr auf Tagesgeld ohne Mindestbindung. Lege den Notgroschen niemals in Aktien oder Kryptowährungen an: Das Ziel ist nicht die Rendite, sondern dass das Geld verfügbar ist, wenn du es brauchst – auch wenn der Markt gerade abstürzt.

Offizielle Quelle: Die Arbeiterkammer (AK) bietet kostenlose und sehr umfassende Ratgeber dazu, wie man mit Geld umgeht, sich gegen Unvorhergesehenes absichert und das Sparen langfristig plant. Sie ist eine offizielle Anlaufstelle für Konsumentinnen und Konsumenten in Österreich.

Ist der Notgroschen einmal aufgebaut, kann das übrige Geld längerfristigen Zielen dienen. Um zu planen, wie du ein konkretes Ziel erreichst, nutze den Sparziel-Rechner. Und wenn du dieses Kapital arbeiten lassen willst, zeigt dir der Zinseszins-Rechner die Kraft des langfristigen Sparens.

Hinweis: Die empfohlenen Monate der Abdeckung sind Richtwerte und beruhen auf allgemeinen Grundsätzen der persönlichen Finanzplanung. Jede Situation ist anders; ziehe für eine individuelle Empfehlung eine unabhängige Finanzberatung hinzu.

Häufige Fragen zum Notgroschen

Wir beantworten die häufigsten Fragen rund um den Notgroschen

Die Standardempfehlung lautet, 3 bis 6 Monate der gesamten Ausgaben abzudecken. Die ideale Höhe hängt jedoch von deinem Risikoprofil ab: Bist du Angestellter mit unbefristetem Vertrag in einer stabilen Branche, können 3 Monate ausreichen. Bist du selbständig, freiberuflich tätig oder arbeitest in einer Branche mit hoher Fluktuation, ziele auf 6 oder sogar 12 Monate. Berücksichtige außerdem, ob Personen wirtschaftlich von dir abhängen, ob du einen Immobilienkredit oder andere feste Verbindlichkeiten hast, denn diese Faktoren erhöhen deine Risikoexposition im Notfall.
Der Notgroschen sollte in einem Finanzprodukt liegen, das drei Eigenschaften vereint: Sicherheit, Liquidität und eine sichtbare Trennung vom Alltagsgeld. Tagesgeldkonten oder verzinste Sparkonten von Direktbanken sind die empfehlenswerteste Option, da sie eine gewisse Verzinsung bieten, ohne die sofortige Verfügbarkeit zu beeinträchtigen. Es ist ratsam, ihn auf einem anderen Konto als deinem Hauptgirokonto zu halten, um der Versuchung zu entgehen, ihn im Alltag auszugeben. Vermeiden solltest du Produkte mit Strafgebühren bei vorzeitiger Verfügung, langfristig gebundenes Festgeld oder jedes Instrument, das den Schwankungen des Marktes unterliegt.
Nein, und das ist einer der häufigsten Fehler bei den persönlichen Finanzen. Aktien und Investmentfonds können jederzeit an Wert verlieren, und Notfälle kündigen sich nicht an. Hast du deinen Notgroschen in Aktien angelegt und der Markt fällt um 30 %, genau wenn du deinen Job verlierst, bist du gezwungen, zum schlechtesten Zeitpunkt mit Verlust zu verkaufen. Der Notgroschen muss in Produkten ohne Risiko eines Kapitalverlusts und mit sofortiger Liquidität liegen. Erst wenn dein Polster vollständig und sicher ist, darf das zusätzlich gesparte Geld in langfristige Anlagen fließen.
In die monatliche Berechnung gehören alle festen und unverzichtbaren Ausgaben: Miete oder Kreditrate, Nebenkosten (Strom, Wasser, Gas, Internet), Lebensmittel, Mobilität, Versicherungen, Kreditraten und jede laufende Ausgabe, auf die du nicht verzichten kannst. Verzichtbare Ausgaben wie Freizeit, Restaurantbesuche oder kündbare Abos müssen nicht enthalten sein, da diese im echten Notfall als Erstes wegfallen würden. Die Idee ist zu berechnen, wie viel du mindestens brauchst, um deinen grundlegenden Lebensstandard während der Dauer des Notfalls aufrechtzuerhalten.
Den Notgroschen für genau das zu nutzen, wofür er gedacht ist, ist absolut richtig: Du musst dich deswegen nicht schlecht fühlen. Sobald der Notfall überstanden ist, hat es oberste Priorität, das Polster so schnell wie möglich wieder aufzubauen. Erwäge, den Anteil deines Einkommens, der ins Sparen fließt, vorübergehend zu erhöhen, bis das Zielniveau wieder erreicht ist. War der Notfall sehr groß und brauchst du Monate oder Jahre, um den Notgroschen wiederherzustellen, lege einen konkreten Plan mit einem festen monatlichen Betrag fest, so wie bei jedem anderen finanziellen Ziel.
Das Geld auf einem Sparkonto wird nicht allein dadurch besteuert, dass es existiert: Versteuern musst du nur die Zinsen, die es abwirft, denn diese gelten als Einkünfte aus Kapitalvermögen. Zahlt dein verzinstes Konto zum Beispiel 2 % pro Jahr und liegen dort 9.000 Euro, sind die 180 Euro Zinsen steuerpflichtig. Auf Zinsen aus Bankguthaben und Sparbüchern fällt in Österreich die Kapitalertragsteuer (KESt) von 25 % an, die deine Bank automatisch einbehält und an das Finanzamt abführt. Einen steuerfreien Freibetrag dafür gibt es in Österreich nicht: In unserem Beispiel würden auf die 180 Euro Zinsen also 45 Euro KESt anfallen, die direkt von der Bank abgezogen werden. Das Kapital des Notgroschens selbst löst keine zusätzliche steuerliche Pflicht aus.

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